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Die Stabkirche Wang

Die Stabkirche Wang - eine evangelische Pfarrkirche in Karpacz im Riesengebirge wurde hier im Jahre 1842 aus Vang, einer Ortschaft am See Vangsmjøsa in Norwegen, versetzt. Die Kirche wurde aus Kiefernholz in Vang, Südnorwegen, an der Wende des 12. Und 13. Jahrhunderts gebaut. Sie entstand als eine von ungefähr Tausend (es überdauerten nur wenige) norwegischer Stabkirchen – stavkirke. Sie gilt als die älteste Holzkirche in Polen.

Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche schon zu klein für die Bedürfnisse der Bevölkerung von Vang. Die Einwohner wollten sich eine neue Kirche erbauen. Um die Baukosten zu decken, mussten sie jedoch ein Darlehen aufnehmen. Die Kirche war damals schon stark verfallen, sie eignete sich jedoch noch zum Verkauf. Sie konnte nämlich noch abgerissen und an einem anderen Ort wiederaufgebaut werden. Der norwegische Maler Jan Christian Dahl, der damals in Dresden lebte, überredete den preußischen König Firedrich Wilhelm IV., die Stabkirche für die Bedürfnisse des Museums in Berlin zu kaufen.

Im Jahre 1841 wurde die abgerissene Kirche zuerst nach Szczecin, dann nach Berlin gebracht. Die mit dem König befreundete Gräfin Frederike von Reden überredete ihn jedoch, die Kirche wieder nach Schlesien zu bringen. Ihr Argument war, dass die Gemeinde, zu der Karpacz Górny, Borowice, Wilcza Poręba und Budniki gehörten, keine Kirche hatte und nur gelegentlich von Geistlichen aus Kowary oder Miłków bedient wurde. Die genaue Lage der Kirche wurde von dem Direktor der Gutsverwaltung der Familie Schaffgotsch abgesteckt. Er berechnete dabei die kürzesten Wege aus den einzelnen Ortschaften. In Betracht wurde auch die Umgebung gezogen, in der sich die Kirche befinden sollte. Die Kirche wurde zuerst über die Oder nach Malczyce und dann auf dem Landweg nach Karpacz Główny (damals Brückenberg - Mostowa Góra) transportiert, wo sie im Jahre 1842 errichtet wurde.

Der wesentliche Teil von originellen Bestandteilen der Kirche war jedoch nicht mehr gebrauchsfähig. Der Bauleiter schrieb im April 1844, dass nur ein Fünfzehntel der Bauelemente aus Norwegen gebracht wurde. Die fehlenden Elemente wurden während des Baus anhand der Zeichnungen nachgemacht. In der rekonstruierten Kirche wurden Kreuzgänge und ein Turm gebaut. In den Kreuzgängen und Innenwänden entstanden Fenster, die die ursprüngliche Kirche nicht hatte. Vier Holzsäule, die sich in der Mitte der Kirche befinden, reich geschnitzte Portale und geschnitzte nordische Löwe sind wiederum originelle Elemente. Aus den später entstandenen Elementen ist ein reich verziertes Kruzifix besonders bemerkenswert. Es wurde im Jahre 1846 von Jakob aus Janowice in nur einem Eichenstamm geschnitzt.

Das Gotteshaus Wang wurde am 28. Juli 1844 die Kirche der örtlichen evangelischen Pfarrei und bis heute hat sich das nicht geändert. Die Kirche gilt als die touristische Attraktion von Karpacz. Die Konstruktion der Kirche wurde ohne Nägel durchgeführt, es wurden nämlich nur Holzverbindungen verwendet. Im Inneren der Kirche gibt es originelle Schmuckelemente und Skulpturen. Der Körper des Gebäudes wurde, nach den Trends in den Konservierungsarbeiten des 19. Jahrhunderts, erheblich ausgebaut. Neu gebaut wurde auch ein hoher, steinerner Glockenturm, der die Holzkirche vor dem Wind von Śnieżka schützen soll. Die Kirche hat drei Glocken: Owieczka Boża (Göttliches Schaf), Ojcze nasz (Vaterunser) und Chwała Chrystusowi (Ehre Christi).

In den Jahren 1963-1965 wurden in der Kirche Wartungsarbeiten durchgeführt. Die Holzelemente wurden neu gestrichen. Die Schieferdeckung wurde durch Schindeldeckung ersetzt. Die Schindeln wurden nach norwegischen Mustern geschnitten. Es wurde Elektroinstallation und Heizung gemacht.

Auf dem Kirchenfriedhof wurden sowohl Gläubige aus der örtlichen Pfarrei (z.B. Henryk Tomaszewski) und ihre Seelsorger, als auch Personen, die im Gebirge ums Leben kamen oder starben (z.B. Julianne Caroline Korber - Eigentümerin der Riesenbaude, gestorben am 22. November 1884 und begraben 6 Tage später). Am 29. April 2014 wurde auf dem Kirchenfriedhof der Dichter Tadeusz Różewicz begraben.

Am Ort des ehemaligen Denkmals der Soldaten  Opfer des Ersten Weltkrieges  befindet sich jetzt die Skulptur „Erweckung des Lazarus“ von Ryszard Zając.

Świątynia Wang

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